Lockere Laufrunde im Grünen – der Kaiser-Friedrich-Park

 

Übrigens: Dieser Text entstand im Frühjahr 2019, als noch niemand von uns an eine Pandemie mit all ihren ungeselligen Auswirkungen dachte. Bitte erkundigen Sie sich ggf. nach aktuellen Öffnungszeiten, Hygienevorschriften usw.

Für die Aachener sind es der Hangeweiher und der Wassermann, die offiziell der Kaiser-Friedrich-Park sind, der im noblen Süden der Stadt liegt. Vor allem der Weg drumherum ist eine der beliebtesten Hunderunden und Laufstrecken überhaupt – sie ist mit 2,2 Kilometern überschaubar lang, bequem zu erreichen, und es gibt immer etwas zu gucken in dieser Villengegend.

Der eigentliche Hangeweiher ist tatsächlich nur der große Weiher, auf dem man vergnüglich Tretboot fahren kann und der im Übrigen Heimat vieler Enten und anderer Wasservögel ist. Rund um den Weiher gibt es weitläufige Rasenflächen, einen Kinderspielplatz, eine Rollschuhbahn, eine Gastronomie, außerdem das städtische Freibad – einst das erste Aachener Schwimmbad – und natürlich viele Bänke, auf denen man gemütlich sitzen und sich das heitere Treiben im Park ansehen kann. Der schöne Baumbestand ist auch botanisch interessant, wurde der Park doch 1910 unter anderem mit seltenen Bäumen aus den Beständen des Aachener Tuchfabrikanten Friedrich von Halfern bestückt – so gibt es Bäume, die über 100 Jahre alt sind, wie eine Silberweide und einen Kuchenbaum von 1904 und einen Schnurbaum sowie einen Silberahorn von 1907.

In den 1920er-Jahren wurde die Parkanlage nach Südwesten erweitert in die obere Kaiser-Friedrich-Allee. Nun kann man an der Pau – dem Bach, der den Park mit Wasser versorgt – entlangspazieren bis zum Ende der Allee, wo man auf den beeindruckenden und fast archaisch anmutenden Tritonenbrunnen trifft, der die gesamte Anlage überblickt und vom Volksmund nur „der Wassermann“ genannt wird. Triton war in der griechischen Mythologie ein Meeresgott – den Kindern, die hier spielen, ist das herzlich egal, denn auf seinem Rücken kann man wunderbar reiten und im umliegenden Wasserbecken herrlich planschen. Man darf sich nur nicht erwischen lassen.

Und während die Kinder auch das Paradies entlang des Bachlaufs für sich erobern, freuen sich die Läufer und Hundebesitzer über den wunderschönen Weg rund um ihren Hangeweiher …


Dieser Text erschien zuerst im Buch “Glücksorte in Aachen” von Uschi Ronnenberg,
erschienen im September 2019; mit freundlicher Genehmigung des Droste-Verlages
dürfen wir ihn hier abdrucken. (Foto im Buch: fotografie-manthei.de)


 

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Uschi Ronnenberg

Uschi Ronnenberg, geboren 1959, lebt in Aachen seit Beginn ihrer Volksschulzeit. Sie ist freiberufliche Grafik-Designerin und PR-Fachfrau, liebt die deutsche Sprache und ist vergnügte Patin des Wortes “Weiberkram”. Sie ist seit 2000 verheiratet mit Peter Hoch und 2004 vom Holzgraben in die Soers umgezogen.

2007 rief sie unser-aachen.eu ins Leben und ist seitdem auf Non-Profit-Basis und unter Ausnutzung aller sich bietenden Möglichkeiten beharrlich damit beschäftigt, Mitautoren sowie Aufmerksamkeit für die schönen Ameröllche zu gewinnen.

2019 erschien ihr Buch "Glücksorte in Aachen" im Droste-Verlag.

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1 Antwort

  1. Wolfram Dorn sagt:

    Habe nicht gewußt, daß Sie vom Baujahr 1959 sind. Ich bin von 1957 . Kindheit Steinebrück. Jugend und Junggesellenzeit Burtscheid. Später La Calamine. Dann Neumarkt. Jetzt Kohlscheid. Im Jahre xy werde ich auch mal einen Bericht abfassen. Ich denke es wird um Burtscheid gehen. Danke für Ihre Mühe. Gottes Segen “für Ihnen” !!!

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