Lütticher Straße | Kaffee & Tee Jansen (4/4)

(Fortsetzung von diesem Beitrag.)

Es ist mir übrigens – trotz heftiger Recherchen – bis heute nicht gelungen, aussagekräftiges Material zu diesem Geschäft zusammen zu tragen, obwohl sich noch viele ältere Anwohner der Lütticher Straße an dieses Geschäft erinnern können. Der ebenerdige Eingang ist mittlerweile bis auf ein Fenster zugemauert.

Das Bonbon-Lädchen | Limburger Straße 1 

Zurück zum Geschäft von Kaffee Jansen …

In der Lütticher Straße 32 war eine fest angestellte Verkäuferin beschäftigt und der Laden war eigentlich immer gut besucht.

 

Lütticher Straße 32 | Verkäuferin und Kundschaft

Schon seit längeren Zeiten belieferte der Betrieb der Jansens auch regelmäßig das nur wenige Meter entfernte Restaurant Jakobshöhe, welches allerdings unter dem Namen ´Bei Mimi´ (Maria ´Mimi´ Hissel) in der Gegend wesentlich bekannter gewesen war. Von der neuen Filiale aus waren es nur wenige Schritte auf die andere Straßenseite zu Tante Mimi.

Der Vater von Herrn Jansen hatte nach getaner Arbeit bei der Mimi gerne ein paar Bierchen getrunken. Vorzugsweise Königs-Pilsner (KöPi).

Dieser Gaststätte ´Bei Mimi´ und der bis heute verehrten damaligen Inhaberin Maria Hissel habe ich einen ausführlichen Beitrag gewidmet.

1970 oder 1971 wurde das Geschäft Jansen´s Kaffee unter der Anschrift Lütticher Straße 32 dann geschlossen.

War´s das? Ist ´n fettes Teil geworden …! Aber ich bin noch nicht fertig.

Das letzte heute noch bestehende Geschäft wurde und wird vom Herrn Rolf Jansen in der Pontstraße geführt.

Wie eingangs erwähnt, bis vor wenigen Jahren noch unter der Hausnummer 122 in der Fußgängerzone und nunmehr schon seit einigen Jahren im Haus Pontstraße 64 ansässig.

Ein kleiner, liebenswerter Laden, der den Charme altehrwürdiger Glanzzeiten der Firmengeschichte würdig widerspiegelt und dessen Chef wohl einer der besten Kaffee-Kenner dieser Stadt gewesen ist.

Ausbildung und mehrjährige Berufstätigkeit bei den großen Kaffee- und Teefirmen in Bremen sowie eine 20-jährige Tätigkeit als Prüfer für Kaffee, Tee und Süßwaren bei der IHK in Aachen sollen Referenzen genug sein.

Inzwischen liegen seine fachlichen Schwerpunkt-Tätigkeiten mehr in der Vermittlung der hohen Weihen des Teegenuss und auch das Süßwarenangebot hat nichts von seinen früheren Verlockungen verloren. Dieses Geschäft ist mittlerweile das älteste Tee-Geschäft Aachens und immer einen Besuch wert.

So sieht es dort heute aus.

Pontstraße 64

 

Editorische Notizen | Varia und Trivia | Danksagungen |

> Sämtliche Eigentums- und weiteren Verwertungsrechte der Bilder, die mir Herr Jansen dankenswerterweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat, verbleiben bei ihm.

> Das Copyright zu dem von mir verlinkten Bild von der Straßenbahn in der Südstraße gehört dem Herrn Tom Burnham.

> Zu allen anderen Bildern liegen sämtliche Eigentums-, Verwertungs- und Veröffentlichungsrechte ausschließlich bei mir, es sei denn, ich habe im Einzelfall oder auf Nachfrage Dritter anders entschieden.

> Das auch schon zu jener Zeit bestehende Ding mit dem falschen Apostrophen-s übergehe ich jetzt mal.

> Wer mehr erfahren möchte über die Geschichte des Kaffeeschmuggel an der Kaffeefront von Aachen nach dem II Weltkrieg, bei dem es viele Tote gegeben hatte, der googelt bitte.

> Meine ganz!!! großer Dank geht natürlich an Herrn Jansen, der mir immer wieder bei meinen Fragen und Notizen auf die Sprünge geholfen hat.

> Des weiteren bedanke ich mich für die vielen Hinweise und Korrekturen an meinen Gedankengängen bei Herrn Rolf Held vom gleichnamigen Kiosk in der Südstraße, der ein Geschäft sein eigen nennt, das heutzutage seinesgleichen sucht und das bei den Anwohnerinnen und Anwohner, sowie weit über die Südstraße hinaus beliebt ist. Wer den Laden nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wird nie verstehen …

>  Ich bedanke mich bei der Geschäftsführung vom Vintage Laden Cocoon … bei dem Chef vom AC | Fitness Shop … bei dem Juniorchef Wolfgang Schnarr des Raumausstatter und Raumgestalter Schnarr, der eine Fundgrube für informative Hinweise ist … bei der Aachener Laienhelfer Initiative, die mich von der falschen Fährte führte … bei dem Optiker Herrn Zimmermann, der die ganze Geschichte erst ins Rollen brachte … bei Frau Barbara Hagen von jarula | Naturtextilien, die mit der einen oder anderen Information weiterhelfen konnte … und bei Allen, die auf der einen oder anderen Weise dazu beigetragen haben, daß dieses Werk entstehen konnte … sowie bei den unbekannten zwei Herren und der Dame, die die Photos von mir und dem Herrn Jansen mit meiner Lumix TZ5 vor seinem Geschäft aufgenommen haben …

 

Peer van Daalen

Ich bin Kreuzberger Jahrgang 1952 und mit 25 Jahren von Berlin nach Aachen gezogen. Die Schmetterlinge im Bauch haben mir den Weg gezeigt.

Nun bin ich 62 Jahre alt und man nennt mich den Öcher mit dem Sprachfehler.

Aachen ist ohne Wenn und Aber meine Heimat geworden, obwohl mir so manches immer noch arg ulkig vorkommt und ich gerne meckern tu.

Immer wieder toll sind jedoch die Geschichten oder Ameröllchen dieser Stadt, die mir zu Ohren kommen und die in keinem Öcher Geschichtsbuch zu finden sind und von keinem Stadtführer erzählt werden.

Das möchte ich hier gerne tun …

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1 Antwort

  1. Erwin Collé sagt:

    Wunderschöne Erinnerungen an meine Heimatstadt,insbesondere an die Lütticher Strasse,wo ich meine ersten Schritte gemacht habe,1953.Kleine Korrektur zur Strassenbahn in der Südstrasse:Die kam nicht von Vaals,sondern von Ronheide.

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