Ein Buch über Aachen schreiben

 

Mein schönster Auftrag der letzten Monate war sicher der: „Haben Sie Lust, für unsere Glücksorte-Reihe das Buch über Aachen zu schreiben?“ Natürlich hatte ich!

Die Aufgabe: achtzig sogenannte Glücksorte in Aachen beschreiben – nach meiner sehr persönlichen Auswahl, die nur wenigen Regeln seitens des Verlages unterworfen war. Immer eine Seite Text plus eine Seite Foto und für alles vier Monate Zeit bis zur Manuskriptabgabe. Wie aufregend… Als erstes fragte ich meine Freundin Marie-Luise Manthei, ob sie mitmachen würde, denn wie sollte ich das alles – Texte und Fotos – alleine schaffen? Und, hurra, sie wollte gerne mitmachen.

Nun galt es, sich über die achtzig Orte Gedanken zu machen, schließlich brauchten wir einen Plan. Meine erste Liste landete bei ungefähr sechzig spontanen Ideen… Um nicht ganz tunnelblickig zu arbeiten, machte ich außerdem eine kleine Umfrage in meinen Netzwerken – Freundeskreis, Twitter, Facebook. Viele der Antworten waren dabei deckungsgleich mit meinen eigenen Glücksorten, aber es kamen auch die noch fehlenden sowie sogar eine Reserveliste dabei heraus. Großartig!

Als nächstes bekamen die Leute, mit denen wir reden mussten – damit ich schreiben konnte und wir auch eventuell nötige Fotoerlaubnisse bekamen –, einen ausführlichen Brief, der erklärte, worum es geht, und die Adressaten um einen Terminvorschlag bat; das hat in vielen Fällen gut geklappt, in anderen mussten wir ein bißchen bitten. Außerdem gab es natürlich jede Menge Orte, die ich so gut kannte, daß ich ohne Interview, also “nur” mit Recherche darüber schreiben konnte, und die auch fotografierbar waren, ohne daß man jemanden hätte fragen müssen. Mit anderen Worten, wir hatten es von Glücksort zu Glücksort mit sehr unterschiedlichem Zeitaufwand zu tun – inklusive Schreiben zwischen einer und vier Stunden.

Wir haben während dieser ungewöhnlichen „Arbeit“ zwischen Anfang Januar und Ende April in unserem lieben Aachen sehr viel Freude gehabt – die Zusammenarbeit war beglückend harmonisch, die Gesprächspartner waren größtenteils toll, das Wetter spielte an fast allen Fototagen phantastisch mit und den Abgabetermin haben wir auch gehalten. Ganz nebenbei haben wir außerdem unser altes Heimatkunde-Halbwissen in solides Wissen über unsere Lieblingsstadt verwandelt…

Die Texte und Fotos zu fünf Ausflugszielen und Aussichtspunkten, drei Brunnen und Denkmälern, sechzehn Einzelhandelsgeschäften, drei großen Öcher Events, achtzehn Gastronomie- und Genussbetrieben, zwei Handwerksbetrieben, zwei Hochschulinstitutionen, einem Kino, drei Kirchen, sieben Museen, vier Parks und Gärten, sechs schönen Plätzen, einem Schwimmbad, vier Spaziergängen, drei Technikdenkmälern, einem Tierpark und einer Wellness-Oase sind momentan im Lektorat, danach geht das Buch in den Satz und dann natürlich noch in den Druck.

„Glücksorte in Aachen“ – diese charmante Ergänzung zu einem normalen Reiseführer wird in der ersten Septemberwoche erscheinen und wir sind schon ganz schön aufgeregt, was unsere zukünftigen Leserinnen und Leser sagen werden…


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Uschi Ronnenberg

Uschi Ronnenberg, geboren 1959 in Duisburg, lebt in Aachen seit Beginn ihrer Volksschulzeit. Sie ist Grafik-Designerin und PR-Fachfrau und seit 1990 selbständig mit dem “Büro für Design & Text”. Sie liebt die deutsche Sprache und die vor-reformierte Rechtschreibung und ist mit vergnügter Überzeugung Patin des Wortes “Weiberkram”. Sie ist seit 2000 verheiratet mit Peter Hoch und 2004 vom Holzgraben in die Soers umgezogen.

Anfang 2007 rief sie diese Website ins Leben und ist seitdem auf Non-Profit-Basis und unter Ausnutzung aller sich bietenden Möglichkeiten beharrlich damit beschäftigt, Mitautoren sowie natürlich allgemeine Aufmerksamkeit für die schönen Ameröllche zu gewinnen.

Im September 2019 erscheint ihr Buch "Glücksorte in Aachen" im Droste-Verlag.

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2 Antworten

  1. Herbert K. Oprei sagt:

    Lejjv Frau Ronnenberg,
    e Boch övver os schönn Stadt Oche ze schrive, wor bestemmt vööl Werk än jar net esue liieht.
    Ävvel ich jlöiv, datt vööl Öcher sich at rajell drop freue, wejl se da wörrem e kitzje lueser weäde
    än janz vööl erfahre, wat se bes hü noch jar net wesse!

  2. Gabriele Scherer-Abel sagt:

    Liebe Uschi Ronnenberg,
    ja, ich stimme Herrn Oprei absolut bei!!

    Schon bei Ankündigung der Anfrage zum Schreiben über Lieblingsorte
    in unserem Aachen war mein Interesse und meine VorFreude geweckt.

    Lang ist`s ja nun nicht mehr, bis ich zum “Nachvollziehen und Staunen gelange über Neu-zu-Entdeckendes” ;))

    Mit meinem großen Respekt an Sie fürs “Umtreiben, Kontaktieren, Stöbern, Entdecken, Fotografien-Sammeln u.a., Auswerten, uvm.”

    und sehr herzlichen Grüßen von mir – Gaby Scherer-Abel

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